Das Übermorgenhaus – PassivPur
11.03.2010 - Wuppertal
Vom Effizienzhaus zum Pasivhaus
Zahlreiche Besucher fanden sich am 27. Februar 2010 bei Partner-Haus im Musterhaus „PassivPur“ in der Ausstellung Eigenheim und Garten ein. Partner-Haus hatte zu einem Vortrag von Gerhard Lutz zu einem Thema eingeladen, das heutzutage für viele Bauinteressenten mit an oberster Stelle steht:
„Energieeffizient Bauen – vom Effizienzhaus zum Passivhaus“
Gerhard Lutz ist Leiter des Kompetenzzentrums im süddeutschen Biberach. Er ist ein ausgewiesener Fachmann als Ingenieur und Baubiologe im Bereich energieeffizienter Bauweisen in Holzrahmenbau. Die Partner-Geschäftsführerin Ute Lefarth und der Verkaufsleiter für Nordrhein-Westfalen Bernd Wigger waren zu Recht stolz darauf, ihren Bauinteressenten einen derart kompetenten Referenten anbieten zu können. Das war jedenfalls den Worten zur Begrüßung des Gastes und der Interessenten zu entnehmen.
Energieeffiziente Häuser
Gerhard Lutz eröffnete seinen Vortrag mit der Feststellung, dass kein Weg mehr daran vorbeiführe, den Energieverbrauch zur Wärmeerzeugung in unseren Gebäuden drastisch abzusenken, d.h. fast bis gegen Null. Wenn man bedenkt, dass derzeit der Anteil der gesamten Wärmeenergie, der in die Atmosphäre verschleudert wird, zu fast 40% von unseren Gebäuden ausgeht, kann zu einer wirksamen Absenkung der riesigen Wärme-energieverluste nur eine völlig neue Bautechnik verhelfen. Die nationalen Gesetzgeber und die Europäische Union schreiben deshalb periodisch, fast von Jahr zu Jahr steigend die Energieeffizienz von Gebäuden vor ( Verordnungen zur Einsparung von Wärme-energie ). Diese neuen Effizienzhäuser sind in Kategorien eingeteilt. Je geringer der Wärmeverlust über die Gebäudehülle ist, desto höher oder, anders ausgedrückt desto besser wird das Haus ( Effizienzhaus KfW 70 oder 55 ) klassifiziert. Diese besondere Bautechnik der Gebäudehülle ist in Deutschland vorhanden – ganz besonders entwickelt und ausgereift im Qualitäts-Holzrahmenbau. In Tat: der deutsche Holzbau liegt in dieser Technologie eindeutig in Europa an der Spitze.
Spitzenleistung Passivhaus-Bau
Dann widmete sich der Referent dem König unter den Häusern in der Energieeinsparung, dem sogenannten Passivhaus. Bei dieser Bautechnik fließen eine Vielzahl unter-schiedlicher bauphysikalischer Erkenntnisse und ingenieurmäßiger Berechnungen zu einer Einheit zusammen:
-Primärenergiebedarf extrem gering
-Voller Wärmeschutz Gebäudehülle
-Wärmebrückenfreie Konstruktion
-Superverglasung Fenster
-Optimale Luftdichtheit
-Kontrollierte Be- und Entlüftung
-Luft- Luft-Wärmerückgewinnung
-Solare Warmwasserbereitung
-Passive Luftvorerwärmung
-Zertifizierung
Mit vielen Schaubildern verdeutlichte Gerhard Lutz, dass das Passivhaus das Haus der Zukunft schlechthin ist. Wahrscheinlich sei aber auch, dass in sieben bis acht Jahren nur noch Passivgebäude gebaut werden dürfen. Dies sei z.B. für Neubauten auf kommunaler Ebene in einigen Städte und Gemeinde bereits heute schon Vorschrift. Die Stadt Frankfurt am Main ist inzwischen ein Leuchtturmbeispiel. Städtebauer aus aller Welt kommen dorthin, um den Passivhausbau zu studieren.
Aber, man muss nicht extra nach Frankfurt fahren. Dieses Partner-Haus, so der Referent, ist offenes Mustergebäude als Passivhaus in der öffentlichen Ausstellung Wuppertal.
Das sei eine wirkliche echte Pionierleistung. Gratulation dazu.
In der anschließenden Diskussion beantwortete Gerhard Lutz alle Fragen aus der Zuhörerschaft. Besonders eindrucksvoll war das von ihm vorgetragene Bild zum Klimaschutz und zur CO2 – Einsparung .
Wer ein Effizienzhaus mit Partner-Haus baut, kann mit seinem Auto zwei Mal um die ganze Welt fahren. Soviel Schadstoff ist beim Partner-Hausbau eingespart worden.
Ute Lefarth und Berd Wigger bedankten sich bei Gerhard Lutz und bei allen für das lebhafte Interesse an PassivhausPur.
Ute Lefarth versprach, diese Vortragsreihe in Kürze fortzusetzen. Die Energieagentur NRW wird dabei dann zu Wort kommen.





